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Fjällräven Classic in fünf tagen

Wir werden oft gefragt, wie man am besten plant, wenn man den Fjällräven Classic in einer bestimmten Zeit gehen möchte. Hier haben wir ein paar Tipps für eine fünftägige Wanderung zusammengestellt. Lies auch die Tipps, wie man die Strecke in drei Tagen bewältigen kann.

Die Strecke in fünf Tagen zu bewältigen, ist für Bergwanderer auf diesem Teil des Kungsleden kein Problem. Man kann in einem angenehmen Tempo wandern und hat die Möglichkeit, Pausen einzulegen und die Landschaft zu genießen. Fünf Tage unterwegs zu sein, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass man mehr Gepäck mitnehmen muss (siehe Gepäcktipps unten). Doch zuerst ein paar Tipps für die Planung der Wanderung.

Tagesetappen in Theorie und Praxis

Natürlich kann man die Strecke mit mathematischer Genauigkeit in fünf gleich lange Tagesetappen aufteilen, doch dann landet man vermutlich irgendwann an einer Stelle, die sich für das Aufschlagen des Zeltes weniger gut eignet. Üblicher ist es daher, die Wanderung nach Checkpoints zu unterteilen. Dadurch können sich z. B. folgende Tagesetappen ergeben:

Tag 1: Nikkaluokta – Bergstation Kebnekaise, 19 km
Tag 2: Kebnekaise – Sälkahütte, 26 km
Tag 3: Sälka – Alesjaure, 25 km
Tag 4: Alesjaure – Kieron, 18 km
Tag 5: Kieron – Ziel, 17 km

Für viele ist das eine gute Aufteilung, aber nicht für jeden. Man sollte sich aber nicht zu sehr auf die Checkpoints fixieren, sondern sich nach seiner Tagesform und seinen Voraussetzungen richten. Wenn du dich beispielsweise am ersten Tag fit und unternehmungslustig fühlst, kann es empfehlenswert sein, an der Bergstation Kebnekaise vorbei zu wandern und noch ein paar Kilometer zurückzulegen, damit die nächste Tagesetappe nicht so lang wird. Auch wenn viele die Geselligkeit an den Checkpoints schätzen, solltest du dein Lager wenigstens für eine Nacht auf freier Strecke aufschlagen. Es gibt viele schöne Plätze auf dem Weg nach Abisko. Hier einige Beispiele:

• Ladjovagge. Einige Kilometer hinter der Bergstation Kebnekaise, hinter der großen Hängebrücke, die über den Fluss führt, gibt es am Ladjovagge zahlreiche schöne Zeltplätze.

• Vor Sälka. Im Tal, bevor man Sälka erreicht, gibt es schöne Gebirgsheiden mit vielen kleinen Flüsschen und Bächen, die sich als Lagerplatz eignen.

• Vor Tjäktja. Etwa einen Kilometer, bevor der Anstieg zum Tjäktjapass beginnt, gibt es schöne Zeltplätze.

• Nach Tjäktja. Im Tal hinter dem Checkpoint Tjäktja gibt es Grasebenen, wo man sein Zelt aufschlagen kann.

Es gibt noch viele weitere schöne Lagerplätze, doch es gibt natürlich auch Gegenden, die zum Zelten weniger gut geeignet sind. Durch eine solche kommst du auf der ersten Etappe, die zum Kebnekaise hinaufführt. Hier wandert man durch Birkenwald, der zwar in der Nacht Schutz bietet, aber hier gibt es auch Mücken. Es empfiehlt sich also, näher an der Bergstation zu zelten. Auch die ersten Kilometer hinter der Singihütte sind zum Zelten weniger gut geeignet, da man hier dem Wind ausgesetzt ist. Außerdem sind hier nur wenige Bäche vorhanden, aus denen man Wasser entnehmen kann, und das Gelände ist uneben. Dasselbe gilt, wenn man den Anstieg zum Tjäktjapass begonnen hat. Hier sind die Wahlmöglichkeiten wegen des Gefälles, des Blockgeländes und der wenigen Bäche sehr begrenzt. Das Gelände auf dem letzten Stück vor dem Kieron würde sich zum Zelten eigentlich gut eignen, allerdings gibt es hier kein Wasser, so dass es weniger praktisch ist, hier sein Lager aufzuschlagen.

Weniger tragen – mehr erleben

Auch wenn man sich fünf Tage Zeit für die Strecke lässt, ist es angenehm, leichtes Gepäck zu tragen (siehe Tipps für die dreitägige Classic Wanderung). Man muss sich keine neue, leichtere Ausrüstung zulegen, um das Gepäckgewicht zu minimieren. Überleg dir stattdessen gut, was du in deinen Rucksack steckst (siehe klassische Packliste), vermeide unnötige Wechselkleidung und nimm kein Viermannzelt mit, wenn ihr nur zu zweit seid (vielleicht kannst du ein kleineres ausleihen?). Etwas unter 20 kg sind ein guter Richtwert.

Es empfiehlt sich, auf den dicken Roman zu verzichten (du kommst vielleicht sowieso nicht dazu, ihn zu lesen) und die Gummistiefel zu Hause zu lassen. Mit einem Paar normalen niedrigen/mittelhohen Wanderschuhen bewältigst du die Wanderung und statt der Stiefel kannst du ein Paar leichte Sandalen für abends mitnehmen. Genau wie bei der dreitätigen Wanderung trinkst du das Wasser aus Bächen und Essens-, Brennstoff- und Süßigkeitsvorräte füllst du unterwegs auf. Auf diese Weise kannst du die Aussicht besser genießen, anstatt unter dem Gewicht deines überladenen Rucksacks zu leiden.