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Im Dschungel verirrt?

Stell Dir vor, Du hast dich im Dschungel verlaufen, hast aber einen Unterstand und reichlich Essen und Wasser. Auch wenn dieses Szenario auf den ersten Blick ganz verlockend klingt, willst Du wahrscheinlich nicht den Rest Deiner Tage wie Mowgli aus dem Dschungelbuch verbringen. Da Du im Urwald nur schwer zu finden bist, musst Du selbst den Weg zurück in die Zivilisation suchen. Dazu ein paar wertvolle Tipps.

Nur in langärmliger Kleidung durchs Dickicht

Packe die notwendige Ausrüstung und ausreichend Wasser und ziehe dann langärmlige Kleidung an. Das mag Dir komisch vorkommen, da es ja wahrscheinlich heiß und feucht ist. Aber wenn Du schon mal im Urwald warst, weißt Du, dass das Unterholz dicht, dornig und relativ undurchdringbar ist. Lange Ärmel schützen vor Schnitt- und Kratzwunden und verringern somit die Gefahr von Infektionen. Bei dem Weg durchs Dickicht muss man beweglich sein: man muss seine Schultern und Hüften im richtigen Moment drehen, sich ducken und die Länge der Schritte an die Vegetation anpassen.

Wenn Du eine Machete hast, kommst Du besser voran. Schlage aber nur so viele Pflanzen weg, wie absolut notwendig ist, um vorwärts zu kommen. Eine breite Schneise in den Urwald zu schlagen, ist viel zu kraftraubend. Wenn Du keine Machete hast, suchst Du Dir einen langen Stock, mit dem Du einen Weg durch die Vegetation bahnen kannst. Der Stock ist außerdem nützlich, um Spinnen und Schlangen aus dem Weg zu räumen. Gehe dabei aber behutsam vor.

Hilfreich: der Dschungel-Blick

Versuche, den so genannten "Dschungel-Blick“ zu entwickeln. Blicke dazu abwechselnd nach vorn und nach unten vor Deine Füße. Beim Nachvornschauen musst Du versuchen, durch das Dickicht hindurch zu sehen, um natürliche Lücken zu finden. Wenn Du das schaffst, hast Du den "Dschungelblick“, das heißt, Du fokussierst nicht nur auf das Muster der Büsche und Bäume vor Dir, sondern schaust weiter nach vorn, um durchgängige Stellen im dichten Grün zu entdecken. Du schaust den Urwald nicht an, sondern durch ihn hindurch. Gleichzeitig darfst Du natürlich nicht den Boden vor Deinen Füßen aus den Augen lassen. Vielleicht ist da ja ein leicht überwucherter, aber hilfreicher Pfad.

Damit Du nicht im Kreis läufst, suche Dir ein Objekt aus, das ca. 50 Meter von dir entfernt ist. Gehe auf dieses Objekt zu und wähle dann einen neuen Punkt. Zur Einhaltung des vorgesehenen Weges musst Du dabei auch zurück zum Startpunkt schauen. Bei alledem aber nicht vergessen, nach Gefahren Ausschau zu halten! Wenn Du Dir langsam, aber stetig einen Weg durch das Dickicht bahnst und dabei auch alle Geräusche aufmerksam wahrnimmst, vermeidest Du die Gefahr, einem Jaguar zu begegnen.

Beherzigst Du diese Ratschläge, findest Du hoffentlich bald Hilfe und kannst Deine Reisebegleiter beim nächsten Lagerfeuer mit einer tollen Story beeindrucken.

8 Tipps, um heil wieder aus dem Jungle zu kommen

• Wenn Du kein Mückenmittel dabei hast, solltest Du ein T-Shirt über den Kopf ziehen und es über den Nacken hängen lassen.

• Schmiere alle nicht bedeckten Hautpartien mit Lehm ein. Sobald der Lehm getrocknet ist, bildet er eine harte Kruste, die vor Mückenstichen schützt.

• In der Abend- und Morgendämmerung kannst Du Insekten mit dem Rauch deines Lagerfeuers fernhalten.

• Schuhe vor dem Anziehen immer umdrehen und ausschütteln, da Skorpione und Spinnen in ihnen Unterschlupf gesucht haben können.

• Flüsse und Bäche führen häufig zu bewohnten Siedlungen.

• Schau Dir von den Affen ab, welche Früchte und Pflanzen genießbar sind.

• Breche Äste auf Augenhöhe ab, damit der Suchtrupp weiß, in welcher Richtung Du unterwegs bist.

• Mache mit Rauchsignalen auf Dich aufmerksam. Suche Dir dazu eine Lichtung, damit der Rauch unbehindert aufsteigen kann. Bedecke das Feuer einige Sekunden lang mit nassen Palmwedeln und lasse den angesammelten Rauch dann aufsteigen. Drei Rauchsignale in Folge bedeuten Notlage.