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Schneehuhnjagd

– Natur- und Gemeinschaftserlebnis in Lappland

Herausforderung, Spannung, Abenteuer. Mit alten und neuen Bekannten, Hunden, reichlich Jagdausrüstung und gut gepackten Rucksäcken geht es auf nach Lappland; eine Region, die alles bietet, was man für unvergessliche Jagderlebnisse braucht. Die Jagd hier oben fordert List und Geschicklichkeit, belohnt im Gegenzug aber mit atemberaubenden Begegnungen, bei denen man dem Wild ganz besonders nahe kommt. 

Am frühen morgen ist der Himmel in rosafarbenes Licht getaucht. Über dem See liegt ein zarter Nebelschleier, und am Horizont erblicken wir dunkle Regenwolken. Als Unterkunft dient uns eine abgelegene, einfach ausgestattete Blockhütte, in der außer uns auch noch die Hunde und alles Gepäck Platz finden muss. Wir haben uns in die Wildnis begeben, um Schneehühner zu jagen. Die anstrengende Wanderung hierher am Vorabend steckt uns noch in den Knochen, was die Vorfreude auf die bevorstehende Jagd aber nicht trüben kann. Unser Jagdführer erklärt uns die Planung:

"Heute ziehen wir mit drei erfahrenen Settern los. Wir haben ein gutes Schneehuhnjahr, aber ob uns das Jagdglück hold ist, hängt nicht zuletzt vom Wetter ab. Das Laub fällt schon von den Bäumen, was die Arbeit für die Hunde erschwert.“

Wir packen unsere Jagdausrüstung und den Proviant in unsere Rucksäcke und ziehen im Schein der aufgehenden Sonne los. Die Hunde suchen ein größeres Gebiet an der Grenze von Krüppelbirken und Gestrüpp ab. Mit der typischen angespannten Körperhaltung zeigt einer der Vorstehhunde schon nach kurzer Zeit Wild an. Zwei Schützen schleichen sich vor, laden ihre Waffen und warten auf das Signal des Jagdführers. 

Der Hund scheucht die Vögel auf, doch diese überlisten die Schützen und ziehen im Tiefflug an uns vorbei. Als Schütze darf man den Hund nicht aus den Augen lassen, und dabei entwischt einem manchmal das Wild. Einige Schneehühner stoben zur Seite und verschwinden im Nebel und in den tiefhängenden Wolken. Wir Jagdteilnehmer sind aber schon damit zufrieden, die Schneehühner zumindest gesehen zu haben. 

Wie so oft in den Bergen ist das Wetter wechselhaft und plötzlich kommt Wind auf, der Himmel verdunkelt sich und es beginnt senkrecht zu hageln. Trotz verschlechter Sichtbedingungen folgen wir den Hunden ein ganzes Stück weiter zu einem Moor und von dort aus ins offene Hochland. Um weitere Schneehühner zu finden, gilt es, die Windrichtung zu berücksichtigen. Plötzlich verharrt einer der Vorstehhunde in angespannter Haltung. Zwei dumpfe Schüsse später ist ein Schneehuhn erlegt, und der Schütze fasst sein Glück zusammen:

„Was für ein Adrenalinkick. Endlich wurde ich für das harte Training auf dem Schießplatz belohnt.“ Den Hunden durch das Gelände zu folgen, macht den Reiz der Jagd aus. Zudem ein erfahrener Pirschführer, der uns zeigt, wie wir uns zu bewegen haben. Und dazu die atemberaubende Natur Lapplands!

"ls wir abends wieder an der Blockhütte ankommen, haben wir unzählige Kilometer durch unwegsame Landschaft zurückgelegt. Nicht jeder erhielt heute Schussmöglichkeiten, aber das ist nicht weiter tragisch, denn die Schneehuhnjagd ist viel mehr als das. Für uns alle stehen das Wandern, das Naturerlebnis und die Gemeinschaft im Vordergrund. Wir genießen es, die Hunde bei der Arbeit zu beobachten und können uns kaum sattsehen an der Weite der Landschaft. Wir schätzen es, Gleichgesinnte kennenzulernen – vor einer Kulissse aus kristallklaren Seen und hohen Berggipfeln. 

"Die Schneehuhnjagd bot mir ein doppeltes Erlebnis. Zum Einen das Wandern in fantastischer Natur mit Zeit zur Reflexion und zum Anderen die intensive Konzentration und Anspannung, wenn man sich dem Wild nähert“, berichtet einer der Teilnehmer.

Der Regen zieht schnell vorüber, und der Abend wird schön. Wir genießen das über offenem Feuer zubereitete Essen und das Bad in der Holzofensauna mit Abkühlung im See. Die ruhige, unberührte Landschaft bietet Zeit zum Nachdenken und so sitzen wir noch eine Weile am Feuer und erzählen uns von vergangenen Jagdabenteuern, bis uns schließlich die Müdigkeit überkommt. Ich atme noch einmal die klare Abendluft ein und schließe dann die Hüttentüre. Ich blase die Kerze aus und schlafe zum Geräusch des knisternden Kamins ein.