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Lebensrettender Support

Mit Ausdauer und Hartnäckigkeit lässt sich der Polarfuchs retten

Mehr Nahrung und weniger Rotfüchse – das ist kurz gesagt das Rezept für den Erhalt des Polarfuchses. In Schweden koordinieren die Provinzialregierungen diese Unterstützungsmaßnahmen. Die besten Voraussetzungen haben die Polarfüchse in der Provinz Jämtland, wo man bei einem grenzüberschreitenden EU-finanzierten Projekt mit Norwegen zusammenarbeitet. Leider ist die Lage in Norrbotten (Lappland) nicht ganz so vielversprechend, sodass man dort Gefahr läuft, das dortige Landschaftstier gänzlich zu verlieren.

Als wichtigste Maßnahmen zum Erhalt des Polarfuchsbestands haben sich Unterstützungsfütterungen im Sommer und Winter in Kombination mit Populationskontrollen des Rotfuchses erwiesen.

„Außerdem muss man in guten Jahren die Würfe untereinander mischen, um Inzucht vorzubeugen“, erklärt Professor Anders Angerbjörn, Polarfuchsexperte und einer der treibenden Kräfte hinter mehreren Polarfuchsprojekten der vergangenen 25 Jahre. Dieses Mischen der Würfe ist ebenfalls Teil eines norwegischen Programms, das vom Norwegischen Institut für Naturforschung (NINA) geleitet wird.

Die oben genannten Maßnahmen sind auch Hauptbestandteile der Artenschutz-Programme des Schwedischen Amts für Umweltschutz. Die Zuständigkeit für deren Durchführung liegt bei den Provinzialregierungen. Die Intensität der Maßnahmen variiert von Provinz zu Provinz, doch leider fehlen häufig die finanziellen Mittel.

Norwegisch-schwedische Kooperation erhöht die Chancen

Im schwedischen Jämtland und norwegischen Tröndelag wurde das Projekt Felles Fjellrev ins Leben gerufen, eine grenzüberschreitende Initiative, die zu einem gemeinsamen Modell für den Erhalt der Polarfüchse in beiden Ländern führen soll. Da das Projekt zur Hälfte von der EU/InterReg finanziert wird, bestehen gute Voraussetzungen für die Einleitung geeigneter Schutzmaßnahmen. Auch die Regierung der Provinz Jämtland und das Direktorat für Naturverwaltung in Norwegen sind wichtige Geldgeber. Weitere Beteiligte sind die Universität Stockholm und das Norwegische Institut für Naturforschung. Die Arbeit wurde im Frühjahr 2010 aufgenommen. Übergreifendes Ziel des Vierjahresprojekts ist es, die Gebirgsregion in Tröndelag und der Provinz Jämtland zur führenden Polarfuchsregion Skandinaviens zu machen.

Forschung liefert weitere Erkenntnisse

Neben den Erhaltungsmaßnahmen forscht man auch über den Polarfuchs, unter anderem am Zoologischen Institut der Universität Stockholm. Ziel ist es, das Wissen über die Situation des Polarfuchses zu verbessern. Zu den Aktivitäten gehören Feldstudien und das Sammeln von DNA-Proben, um die genetische Variation des Bestands zu kartografieren.  Die Studien werden unter anderem vom World Wide Fund For Nature (WWF) und durch private Spenden finanziert, beispielsweise von Fjällräven und unserem Schwesterunternehmen Naturkompaniet.

Hier erfährst du mehr:

Wissenswertes über den Polarfuchs