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Planung

Plane die Route im Voraus

Eine Wintertour beginnt schon zu Hause. Am Küchentisch studierst du die Karte und verfolgst die geplante Route, schaust dir an, auf welche Hindernisse du unterwegs stoßen wirst und wie du sie eventuell umgehen kannst. Zu Hause schreibst du deine Packliste, probierst verschiedene Alternativen aus, testest Kleidung und läufst die Schuhe ein. Du musst rechtzeitig deine Kondition und Kraft trainieren, da eine schlechte körperliche Verfassung einem selbst die vielversprechendste Tour verleiden kann. Versuche bei der Planung deiner Tour in Bezug auf deine Voraussetzungen realistisch zu sein! (Wenn Zelten im Winter dir zu gewagt erscheint, gibt es andere Möglichkeiten, die Natur im Winter zu erleben: Man kann in einer Bergstation oder Hütte wohnen und von dort aus Tagestouren unternehmen.)

Bevor du aufbrichst, ist es auf jeden Fall wichtig, dass du so viele Informationen wie möglich über das betreffende Gebiet, deine Route, das Wetter usw. sammelst. Suche über Google und in Diskussionsforen im Internet nach Informationen, lies Reiseführer und Wegbeschreibungen und durchsuche die Webseiten der betreffenden Provinzialregierung oder Gemeinde nach Informationen über das Gebiet. Sieh dir Fotos an und versuche, mithilfe der Karte einen Eindruck von deiner Route zu bekommen. Nimm Kontakt mit lokalen Organisationen, wie Verkehrsämtern und Friluftsfrämjandet auf, und unterhalte dich mit Personen, die in der betreffenden Gegend wohnen oder schon dort gewesen sind. Letzteres gilt besonders für Gegenden, über die es wenig schriftliches Infomaterial gibt.

Wenn du mit anderen sprichst, empfiehlt es sich, bezüglich der Glaubwürdigkeit der Informationen, die du bekommst, vorsichtig zu sein. Nicht selten handelt es sich dabei um Vermutungen, Lügengeschichten oder irreführende Informationen. Das heißt nicht unbedingt, dass die Personen bewusst lügen, sondern das Gedächtnis kann ihnen Streiche spielen und Eindrücke und Ereignisse werden nachträglich manchmal übertrieben dargestellt. Manche Personen möchten vielleicht auch ihre Heimat schützen, so dass sie dir Informationen geben, die von einem Besuch geradezu abschrecken. Hier muss man genau zuhören, weitere Quellen finden und sich aus den Informationen, die man bekommt, ein Puzzle zusammensetzen.

Geh die Tour langsam an

Mithilfe der gesammelten Informationen und der Karte planst du dann eine geeignete Route und siehst Übernachtungsmöglichkeiten und den Besuch von Sehenswürdigkeiten vor. Lege auch eine Alternativroute fest, falls die Witterungsverhältnisse sich verschlechtern oder die Tour wegen einer Verletzung abgekürzt werden muss. Besteht die Möglichkeit von Boottransporten und gibt es Wege, die man bei einem Unfall benutzen kann? Nothütten und Nottelefone? Viele machen den Fehler, am Anfang der Tour lange Tagesmärsche zu planen, doch die Erfahrung zeigt, dass die ersten Tage am beschwerlichsten sind. Zum einen weil man nicht an lange Märsche gewöhnt ist und zum andern weil das Gepäck am Anfang schwerer ist. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, an den ersten Tagen kürzere Etappen zu planen und ein langsameres Tempo zu wählen. Achte auch auf eine sinnvolle Planung von Rasten.

Nimm nur das Notwendigste mit

Alles, was du in deinen Rucksack packst, musst du selbst tragen. Je leichter der Rucksack, desto angenehmer wird die Tour. Vermeide es deshalb, Dinge mitzunehmen, die du nicht wirklich benötigst. Spare dagegen nicht bei den Essensvorräten. Du brauchst mehr Energie als zu Hause und wenn das Wetter sich verschlechtert oder es aus anderen Gründen zu Verzögerungen kommt, brauchst du zusätzliche Essensvorräte. Plane immer einen etwas höheren Bedarf ein, auch auf Tagestouren!

Sei vorausschauend

Es kann nützlich sein, verschiedene Szenarien durchzuspielen und abzuklären, wie man sich in bestimmten Situationen verhält. Auf diese Weise stellt man fest, ob man die Ausrüstung richtig geplant und genügend Zeit, Reservevorräte usw. vorgesehen hat. Außerdem kann diese Art von Überlegungen eine gute mentale Vorbereitung sein, falls man unterwegs improvisieren muss.

Sei flexibel

Auch wenn du alles minutiös geplant hast, musst du immer bereit sein, deine Pläne unterwegs zu ändern. Das Wetter kann umschlagen, es können Probleme mit der Ausrüstung, Verletzungen oder andere Situationen auftreten, die das erforderlich machen. Kehr um oder suche Schutz, wenn das Wetter sich verschlechtert!