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Schuhe und Strümpfe

Warme Füße tragen dich länger

Die Füße sind dein Fortbewegungsmittel, sie bringen dich voran. Kaum etwas beeinflusst dein Denken mehr als das Gefühl, das du in den Füßen hast! Dass deine Füße in guter Verfassung sind und du funktionierende Schuhe/Stiefel und gute Strümpfe trägst, ist auf einer Wintertour äußerst wichtig.

Das Mehrschichtprinzip gilt auch für die Füße: dünne Liner-Socken aus Synthetikmaterial oder Wolle direkt auf der Haut, dickere, wärmende Wollsocken als Zwischenschicht und zuoberst Schuhe/Stiefel, die je nach Aktivität aus Leder oder Synthetikmaterial sein können. Wie bei den übrigen Körperteilen empfiehlt es sich, ein Obermaterial zu wählen, das atmet (natürlich muss man bei Aktivitäten, die Kunststoffschuhe erfordern, einen Kompromiss eingehen). Du solltest in den Schuhen/Stiefeln so viel Platz haben, dass du die Zehen noch bewegen kannst, auch wenn du dicke Socken trägst. Das bedeutet, dass die Zehen vorn noch 10 - 15 Millimeter Platz haben müssen. Gleichzeitig müssen die Schuhe an der Ferse gut sitzen.

Vor der Tour

Kontrolliere die Innensohlen, denn sie gehen schnell kaputt. Tausche sie aus, wenn sie zerschlissen sind. Kontrolliere, ob die Schnürsenkel (oder Schnallen) intakt sind. Prüfe auch den Gesamtzustand der Schuhe: Ist das Leder gut gepflegt oder hat es Risse? Sind die Nähte in Ordnung? Sitzen die Sohlen fest und ist die Aufnahme für die Bindung intakt? Schmiere Lederschuhe mit Fett/Wachs ein, damit sie nässebeständiger werden.

Während der Tour

Grundsätzlich sollte man dafür sorgen, dass die Schuhe möglichst trocken bleiben. Doch jeder, der schon einmal im Spätwinter auf Tour war, weiß, wie schwer das ist. Der Schnee schmilzt auf den Schuhen und dringt durch das Material und die Nähte ein. Um die Nässe auszusperren, brauchst du Schneegamaschen aus atmungsfähigem Material (bei manchen Schuhen sind sie bereits integriert). Wenn du keine geeigneten Schneegamaschen hast, kannst du dir aus dicht gewebter Baumwolle oder Polyester Überzüge anfertigen, die bis übers Knie reichen. Bevor du aufbrichst, solltest du dich vergewissern, dass sie die Skibindung nicht behindern, doch die meisten Bindungstypen lassen sich auch dann noch spannen, wenn man etwas drüberzieht.

Kunststoffbeutel als Feuchtigkeitssperre an den Füßen sind lediglich eine Notlösung. Die Feuchtigkeit, die sich im Beutel bildet, kann bei Kälteeinwirkung zu Fußbrand führen, der auf längeren Touren zu einem ernsten Problem werden kann.

Denke auch an die Strümpfe

Die Strümpfe sind für das Wohl der Füße ebenso wichtig wie die Schuhe. Gefährde die Effizienz des Mehrschichtprinzips nicht durch Baumwollstrümpfe! Setze auf Qualitätsstrümpfe aus Wolle oder einem Wolle-Synthetik-Gemisch. Nimm mehrere Paar Strümpfe zum Wechseln mit und wechsele die Strümpfe im Laufe des Tages. Häng das feuchte Paar auf der Innenseite der Oberbekleidung zum Trocknen auf. Diese scheinbar unwesentliche Maßnahme macht einen großen Unterschied, wenn du tagelang draußen bist.

Tipps für warme Füße, die sich wohl fühlen:

• Lass so oft wie möglich bei Rasten Luft an die Füße. 
• Achte beim Wechseln der Strümpfe darauf, dass du immer die trockensten anziehst. 
• Trockne Strümpfe und Einlegsohlen täglich, auch unterwegs. 
• Trockne deine Schuhe und Stiefel so oft wie möglich. Setze sie nie Temperaturen über ca. 35 °C aus. Starke Wärme kann bewirken, dass der Leim schmilzt, Gummidetails reißen und sich verbiegen und Leder schrumpft. 
• Stopfe die Schuhe mit Zeitungspapier aus, um die Feuchtigkeit aufzusaugen. 
• Bürste Schnee ab, bevor du einen warmen Raum betrittst. 
• Pflege deine Füße: Schneide die Nägel, wasche und massiere die Füße und creme sie ein.

Fußnote: Überzüge für die Schuhe haben Ähnlichkeit mit Gamaschen, bedecken anders als diese aber auch die Unterseite der Füße. Damit sie auf unterschiedlichen Untergründen ihre Funktion erfüllen, ist es ratsam, den Teil, der Bodenkontakt hat, aus einem kräftigen, gummiartigen Textilmaterial herzustellen.