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Situationsangepasste Kleidung

Wenn von Winterkälte die Rede ist, wird oft auf den Windchill-Effekt hingewiesen. Der Windchill-Effekt gibt die effektive Temperatur auf nackter Haut bei unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten und Temperaturen an. Die Windchill-Tabelle verdeutlicht den zugrunde liegenden Mechanismus auf anschauliche Weise. Sie ist jedoch nur eine theoretische Beschreibung eines Problems, denn dein Kälteempfinden wird durch deine Kleidung beeinflusst.

Ein paar einfache Faustregeln:

• Versuche, dich trocken zu halten. Passe deine Kleidung der Außentemperatur und deiner Bewegungsintensität an.

• Verwende weniger Kleidungsschichten bei harter Arbeit und wenn du voraussichtlich stark schwitzen wirst. Dann müssen später weniger Kleidungsstücke trocknen.

• Heb dir trockene Verstärkungskleidung für Ruhephasen und Pausen auf. Zieh deine trockene Wechselkleidung erst an, wenn du sicher bist, dass du nicht mehr schwitzen wirst.

• Achte darauf, dass Kleidung und Schuhe schnee- und schmutzfrei sind. Bürste Schnee ab, bevor du einen warmen Raum betrittst.

• Überleg dir, wie du Baumwolle einsetzen kannst, ohne die Effizienz des Mehrschichtprinzips zu gefährden.

Funktionelle Kleidung schützt nicht nur vor Kälte, Wind und Nässe, sondern auch vor Überhitzung und Schwitzen, indem sie Körperfeuchtigkeit von der Haut weg transportiert.

Je nach Witterung, Wind und Bewegungsintensität muss man ständig Kleidung an- und anziehen. Fühlst du dich unwohl und ignorierst die entsprechenden Körpersignale, weil du vielleicht nicht anhalten möchtest, kannst du im weiteren Verlauf der Tour Probleme bekommen. Darum empfiehlt es sich, die Anpassung der Kleidung bei Aufenthalten im Freien zur Routine zu machen.

Hast du das gewusst? Frauen frieren oft schneller als Männer, vor allem an Händen und Füßen. Das hängt damit zusammen, das Männer in der Regel mehr Muskelmasse haben, wodurch die Blutzirkulation verbessert und mehr Körperwärme erzeugt wird. Doch sowohl Männer als auch Frauen mit kalten Händen und Füßen sollten sich warm anziehen, und zwar am Oberkörper! Wenn viel Energie verbraucht wird, um Herz, Leber und andere wichtige Organe warm zu halten, wird nämlich die Blutzufuhr zu den peripheren Körperteilen gedrosselt. Wenn der Oberkörper warm gekleidet ist, reicht die körpereigene Wärmeproduktion eher, um auch Finger und Zehen zu wärmen.