Produktsuche:

article

Unterwegs

Draußen ist es doch am schönsten

Der Weg ist das Ziel. Das ist es, wovon du geträumt und was du geplant hast. Hoffentlich gleiten die Skier richtig. Der Rucksack sitzt bequem auf dem Rücken und man muss einfach nur weitergehen und die Umgebung genießen. Du gehst, isst und ruhst in regelmäßigen Abständen und das Leben ist eigentlich ganz einfach.

Bei schönem Wetter und guter Sicht hältst du dich an deinen Plan. Während du das nächste Etappenziel ansteuerst, siehst du die ganze Zeit über, was du vor dir hast, so dass du dich möglichst kraftsparend vorwärts bewegen kannst. Das kann bedeuten, dass du Hindernissen im Gelände ausweichst oder in bergigem Gelände einer Höhenlinie folgst, obwohl der Weg etwas länger ist, als wenn du geradeaus gehen würdest. Sich durch Tiefschnee vorwärts zu bewegen ist anstrengend, vor allem für denjenigen, der vorangeht und spurt. Um mit euren Kräften zu haushalten, müsst ihr euch abwechseln. Denkt daran, weit vorauszuschauen und die Route zu planen, vor allem wenn ihr mit Pulkas unterwegs seid. Dadurch vermeidet ihr, dass ihr an Hindernissen im Gelände abdrehen müsst.

Wähle bergab ein langsamesTempo

Manchmal fordert das Gelände die ganze Aufmerksamkeit. Dies gilt zum Beispiel für Bergabfahrten. Die Überschätzung der eigenen Fahrkünste ist eine häufige Ursache von Verletzungen im Gebirge. Der schwere Rucksack macht die Abfahrt schwierig und manchmal sogar gefährlich. Außerdem können sich die Schneeverhältnisse in unterschiedlichen Höhenlagen und am Übergang zwischen schattigen und sonnigen Flächen ändern. Manchmal ist es besser, die Skier auszuziehen und zu Fuß bergab zu gehen, anstatt einen Sturz mit Verletzungen oder kaputter Ausrüstung als Folge zu riskieren.

Besonders vorsichtig sollte man auch beim Überqueren zugefrorener Seen und Schneebrücken über Bäche oder Gletscherspalten sein. Achte auf genügend Sicherheitsspielraum und überquere nie unsichere Gebiete, vor allem nicht, wenn du alleine unterwegs bist. Allein ist es extrem schwierig, sich aus einem Loch im Eis oder einer Gletscherspalte zu befreien! Denk auch daran, dich nie in Gebieten mit Lawinengefahr zu begeben, und sei dir der Gefahr von Schneerutschen in Schluchten bewusst, und zwar nicht nur unterwegs, sondern auch beim Aufschlagen des Lagers.

Bei schlechter Sicht

Bei rauem Wetter und schlechter Sicht werden hohe Anforderungen an das Urteilsvermögen und die Navigationskenntnisse der Gruppe gestellt. Wenn ihr nicht auf besseres Wetter warten könnt, ist es wichtig, die Route so zu planen, dass ihr Steilhänge und Bachschluchten, wo unangenehme Überraschungen lauern können, meidet. Achtet auch auf Unebenheiten. Ein Geländehindernis, dass normalerweise völlig unproblematisch ist, kann bei extrem schlechter Sicht zu einer Gefahr werden. Hier findet ihr weitere Tipps, die eure Tour sicherer machen:

• Bleibt zusammen. Bei rauem Wetter und Nebel empfiehlt es sich, die Teilnehmer der Gruppe mit einer Sicherheitsleine zu verbinden.

• Kontrolliert eure Ausrüstung. Es kann beispielsweise nützlich sein, Fangriemen an den Handschuhen zu haben, damit sie nicht weggeweht werden, wenn du sie ausziehst, um etwas zu justieren.

• Benutze den Kompass. Sobald die Sicht sich stark zu verschlechtern droht, solltest du den Kompass an einem Orientierungspunkt ausrichten und dich danach stur an den Kompass halten.

• Versuche nach Möglichkeit, den Wind im Rücken zu haben. Es ist manchmal sicherer, eine längere Strecke mit dem Wind als eine kürzere gegen den Wind zu gehen. • Wenn du Gegenwind hast, ist es manchmal ratsam, die Skier auszuziehen und mithilfe der Stöcke zu Fuß zu gehen.

• Bewahrt Ruhe. Es ist gut, wenn alle in der Gruppe eine Aufgabe haben, auf die sie sich konzentrieren können. Einer hält die Kompassrichtung, einigen spuren, einer berechnet die Stockeinsätze, einer kontrolliert die Entfernung usw.