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Verletztentransport

Transport von Verletzten - schwer und problematisch

Der Transport einer verletzten Person kann mit großen Schwierigkeiten verbunden sein. Natürlich kann man mithilfe von Stangen, einem Windsack, einer Isoliermatte und Ähnlichem eine provisorische Bahre bauen. Doch eine solche Konstruktion ist sehr schwer und für den Verletzten mit großen Risiken verbunden. Gegebenenfalls kann eine solche Bahre dazu benutzt werden, den Verletzten in tiefer gelegenes, geschützteres Gelände zu bringen, um von dort aus Hilfe zu holen.

Am besten eignet sich für Verletztentransporte natürlich eine Pulka, und zwar eine möglichst große. Sie sollte mindestens zwei Meter lang sein, damit man sie problemlos für den Transport einer erwachsenen Person verwenden kann. Eine kleinere Pulka von 1,50 - 1,60 Meter reicht möglicherweise aus, wenn die verletzte Person in stabiler Seitenlage liegen oder eine provisorische Fußstütze an der Deichsel angebracht werden kann. In diesem Fall muss die Pulka ständig überwacht werden, da die Kippgefahr groß ist.

Schutz vor Folgerisiken

Ob eine verletzte Person überhaupt transportfähig ist, hängt natürlich von ihrem Zustand ab. In manchen Fällen empfiehlt es sich, an Ort und Stelle zu bleiben und einen Schutz zu bauen, um zu vermeiden, dass die verletzte Person Folgerisiken, wie beispielsweise Unterkühlung, ausgesetzt wird. Lege die verletzte Peron auf eine Isoliermatte, packe sie in warme Kleidung und in einen Schlafsack ein und gibt ihr etwas Warmes zu trinken, falls sie bei Bewusstsein ist. Es kann auch ratsam sein, ein Zelt aufzustellen oder für einen Windschutz zu sorgen und Feuer zu machen.

Schwierige Entscheidung

Im besten Fall könnt ihr telefonisch Hilfe herbeiholen. In diesem Fall bleibt ihr einfach an einer geschützten Stelle und versucht, möglichst gut sichtbar zu sein. Manchmal muss jedoch die schwierige Entscheidung getroffen werden, ob man bei der verletzten Person bleibt oder losgeht, um Hilfe zu holen. Hier muss man versuchen, rational zu bleiben, und sich überlegen, welche Folgen die verschiedenen Handlungsalternativen haben. Was kannst du für die verletzte Person, wenn du bleibst? Welche Möglichkeiten hast du, Hilfe zu holen? Wenn du dich selbst und damit die verletzte Person, dadurch, dass du weggehst, in große Gefahr bringst, ist es vielleicht besser zu bleiben. Das sind schwierige Entscheidungen. In diesem Zusammenhang solltest du wissen, welche Informationen ihr anderen zu eurer Tour gegeben habt und wie dadurch eure Chance, Hilfe zu bekommen, beeinflusst werden.