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Verpflegung

Gute Winterkost lässt sich unkompliziert zubereiten und verzehren

Der Köper verbraucht bei kalter Witterung viel Energie, nicht zuletzt wenn man aktiv ist. Der normale Tagesverbrauch auf einer Wintertour liegt zwischen 3500 und 6000 kcal; bei extremen Anstrengungen kann er sogar bis zu 8000 kcal betragen. Welche Kost die richtige ist, hängt natürlich davon ab, wie deine Tour aussieht. Auf jeden Fall sollte die Kost energiereich, haltbar, kompakt, schmackhaft und abwechslungsreich sein. Außerdem soll sie unkompliziert zuzubereiten und zu verzehren sein. Gewöhnliche Energieriegel können sich in der Kälte beispielsweise in steinharte, ungenießbare Klumpen verwandeln.

Für eine Tagestour eignet sich fast jede Art von Kost: Lunchpaket, belegte Brote oder gefriergetrocknete Kost – einfach Dinge, die du gerne isst. Auf längeren Touren muss man rationell vorgehen. Am besten ist es, wenn man den Kocher tagsüber nicht hervorholen muss, sondern in der Thermoskanne warmes Wasser mitführt, das man über die Trockenkost gießen kann. Eine gute Lösung sind auch fertige Beutel mit Nüssen, Schokolade und Trockenobst, die man hervorholen kann, wenn man zusätzliche Energie benötigt.

Bei einer Hüttentour kann man in den Hütten essen oder sich dort mit Proviant versorgen, doch wenn man unabhängig sein und im Zelt schlafen möchte, muss man sorgfältiger planen. Du musst eventuell ein Gewichtsbudget aufstellen und dir überlegen, wie viel Proviant du im Gepäck mitnehmen kannst? Vergiss nicht, Extrarationen einzuplanen, denn die brauchst du, wenn es wegen der Witterung oder aus anderen Gründen Verzögerungen gibt. Das gilt auch für kurze Tagestouren!

Höherer Fettbedarf auf langen Touren

Während einer längeren Tour musst du dir über die Zusammensetzung der Kost Gedanken machen, damit der Körper alles bekommt, was er braucht. Normalerweise wird empfohlen, bei körperlicher Betätigung 60 Prozent Kohlenhydrate, 30 Prozent Fett und 10 Prozent Proteine zu sich zu nehmen, doch bei längerem Aufenthalt in der Kälte, kann es erforderlich sein, den Fettanteil auf Kosten der Kohlenhydrate zu erhöhen. Man kann zusätzlich Speiseöl in das Essen geben und es mit Gewürzen, Knoblauch, Nüssen und Parmesan geschmacklich aufpeppen. Erdnussbutter oder Nusscreme (z. B. Nutella), die manchmal in kleinen Kunststoffverpackungen erhältlich sind (auf Glas sollte man in der Wildnis verzichten), liefern ebenfalls viel Energie.

Nach einem langen Tag in strenger Kälte kann man leicht in Versuchung geraten, mit der Essenszubereitung und dem Essen nachlässig zu sein. Doch du brauchst wirklich alle Energie, die du aufnehmen kannst. Iss deine Portionen also genau nach Plan. Es ist auch wichtig, dass man keine kalte Nahrung zu sich nimmt, da dies zu Magenschmerzen und Durchfall führen kann. Außerdem verbraucht der Körper viel Energie, um kalte Nahrung aufzuwärmen, was im schlimmsten Fall zu Unterkühlung führen kann.

Packe ein paar praktische Werkzeuge ein

Um die Essenszubereitung zu vereinfachen, empfiehlt es sich, ein paar Werkzeuge und Hilfsmittel für die Outdoor-Küche dabei zu haben:

• eine Platte, ca. 15 x 15 cm, die verhindert, dass der Kocher im Schnee versinkt.

• Messer, Guksi (3 dl), Faltbecher und Besteck (nicht aus billigem Kunststoff, der in der Kälte spröde werden und reißen bzw. brechen kann)

• eventuell ein kleiner Schneebesen

• Schneidbrett

• 1 - 2 Thermoskannen à 0,7 Liter

• 1 - 2 umwickelte/isolierte Trinkflaschen à 0,5 Liter (müssen für kochend heißes Wasser geeignet sein)