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Windchill-Effekt

So wirkt sich Kälte auf deinen Körper aus

Ein normaler, unbekleideter menschlicher Körper erfüllt seine Funktionen am besten bei Außentemperaturen von 27 °C. Kälte kann daher definiert werden als "Temperaturen unter 27 °C”. Unter dieser Temperatur fangen wir an, Maßnahmen gegen die Kälte zu ergreifen: Wir schützen uns, indem wir Kleidung anziehen, gehen ins Haus, um uns aufzuwärmen und bewegen uns, damit der Kreislauf in Schwung kommt. Wind und Nässe verstärken den Eindruck von Kälte.

Ein grönländisches Sprichwort besagt: „Schwitzt man, so stirbt man.” Das klingt vielleicht etwas drastisch, doch dieses Sprichwort verdeutlicht die Tatsache, dass bei Feuchtigkeit und Nässe die Gefahr von Erfrierungsschäden besteht – selbst bei Temperaturen über 0 °C. Wasser leitet Wärme 25 - 30 Mal besser als Luft und entzieht dem Körper sehr schnell Energie. (Luft ist dagegen ein schlechter Wärmeleiter und isoliert – ein Effekt, der bei Pullis, Daunenjacken, Schlafsäcken usw. genutzt wird.) Das ist der Grund, warum Schweiß, Schnee und Wasser zu einer regelrechten Gefahr für dein Wohlbefinden werden können, vor allem wenn du auf einer langen Tour bist und keine Möglichkeit hast, abends deine Kleidung und Ausrüstung zu trocknen.

Wind und Windchill-Effekt

Wenn kein Wind geht und man relativ still steht, wird die Luftschicht um den Körper aufgewärmt und wirkt isolierend. Kommt Wind auf, wird die aufgewärmte Luft von neuer, kalter Luft verdrängt. Der Körper reagiert hierauf, indem er erneut die ihn umgebende Luft aufwärmt. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, führt dies schließlich zu Unterkühlung.

Die Tabelle veranschaulicht gut die Risiken der Unterkühlung, ist jedoch kein genaues Instrument zur Messung von Temperaturwerten, wenn du dich draußen aufhältst. Wenn du die Haut schützt, zum Beispiel mit einer Jacke, einer Sturmhaube oder einem Windsack, veränderst du das Verhältnis zwischen Außentemperatur und Wind. Daher ist winddichte Kleidung als Schutz vor Unterkühlung so wichtig.