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Wissenswertes über den Polarfuchs

Schwierige Überlebensbedingungen für ein charismatisches Kerlchen

Neugierig und charismatisch: Die Polarfüchse, die Fjällräven-Gründer Åke Nordin auf seinen Wanderungen begegneten, übten eine solche Faszination auf ihn aus, dass er sein Unternehmen nach ihnen benannte. Ganz richtig: Fjällräven ist der schwedische Name des Polarfuchses! Das kleine Raubtier hat sich erstaunlich gut an die schwierigen Lebensbedingungen in den arktischen Gebirgsregionen und der Tundra angepasst.

Der Polarfuchs ist mit seinen 3–4 kg wesentlich kleiner als sein Verwandter, der Rotfuchs. Er ist ein zähes Geschöpf, das zusammen mit dem Berglemming und dem Wildren zu den ältesten Bewohnern der Skandinavischen Halbinsel zählt. Sein Pelz ist der wärmste unter allen bekannten Säugetieren, und auch in anderer Hinsicht hat sich diese Art körperlich an ihr arktisches Lebensumfeld angepasst. Die Körpertemperatur hält der Polarfuchs beispielsweise dadurch, dass auch seine Pfotenunterseiten mit Fell bewachsen sind. Im Herbst kann er über 50 Prozent seines Körpergewichts in Fettdepots anlegen, die als Isolierung und Energiereserve dienen. Wenn sich ein Polarfuchs zusammenrollt, seine Pfoten untersteckt und die Nase mit seinem langen, buschigen Schwanz bedeckt, kann er bei Temperaturen von bis zu –40 °C überleben.

Uralte Quartiere

Der Polarfuchs lebt in Bauen in Sandböschungen oder in Höhlen unter Steinen. Ein Bau kann über mehrere hundert Jahre genutzt werden, und Sandbaue können über 100 Eingänge haben. Nach Angaben des Polarfuchsexperten und Forschers Anders Angerbjörn von der Universität Stockholm können manche Baue beeindruckende 8000 Jahre alt sein.

Das Polarfuchsweibchen bringt vor allem in Lemmingjahren (für gewöhnlich jedes dritte bis vierte Jahr) Welpen zur Welt. Viele Lemminge sind gleichbedeutend mit viel Nahrung, und in einem guten Lemmingjahr sind Würfe von bis zu 18 Welpen möglich, um deren Aufzucht sich das Elternpaar gemeinsam kümmert. Von Mai bis August, wenn die Welpen noch klein sind, hält sich die Polarfuchsfamilie bevorzugt in der Nähe ihres Baus auf, während sie im Winter frei umherstreift.

Kritischer erster Welpen-Winter

Heute leben zwischen 130 und 200 erwachsene Polarfüchse in den schwedischen und norwegischen Bergen, vor allem im Helags- und im Borga-Gebirge in Schweden sowie im Børgefjell-Nationalpark auf norwegischer Seite. 2011 war mit 60 Würfen, die den Bestand um zahlreiche Welpen vergrößerten, ein herausragendes Lemmingjahr. Doch erst wenn die Welpen ihr erstes Jahr hinter sich haben, weiß man, ob die Zahl der erwachsenen Tiere, die neue Familien bilden können, gestiegen ist. Die Bedingungen sind extrem schwierig: Von den in schlechten Lemmingjahren geborenen Welpen sterben über 90 Prozent, in guten Jahren sieht es etwas besser aus. Alles hängt von der Verfügbarkeit von Kleinnagern und den Maßnahmen zur Unterstützung des Bestands ab.

Wusstest du, dass…

• der Polarfuchs in der Sprache der Samen svaale (Südsamisch), sválla (Lulesamisch) und njálla (Nordsamisch) heißt? Diese Wörter sind Bestandteil einer Reihe samischer Ortsnamen im Gebirge. Bisweilen wird der Polarfuchs auch Eisfuchs genannt.

• Polarfüchse entweder einen weißen oder blauschwarzen Winterpelz haben? Im Sommer ist der Pelz des weißen Tiers an der Körperunterseite hellgelb, während Gesicht, Rücken und Beine braungraue Partien aufweisen. Blaue Polarfüchse dagegen sind in den Sommermonaten einheitlich schokoladenbraun.

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